Wo mögen sich denn all die Kaschigs in Deutschland herumtreiben? Hier sehen Sie die
regionale Verteilung auf Kreisebene.

Abbildung mit freundlicher Genehmigung der ICS Internet Consumer Services GmbH (http://www.verwandt.de/)
Zum Namensursprung gibt es verschiedene Theorien. Die einfachste stellt auf den Wortstamm "kasch"
ab, welches der erste Grasschnitt im Jahr wäre - eine naheliegende Interpretation würde
dann zu Bauersgehilfen führen. Weitere Spuren führen (namenstechnisch) in die türkische Sprache.
Übersetzt bedeutet Kaschig hier: "Löffel". Eine Verbindung zu den türkischen
Heeren ist naheliegend. Die Türken rekrutierten in besetzten Ländern Soldaten und
Hilfstruppen. Stichwort: Janitscharen. Bei diesen spielte die Versorgung eine große Rolle.
Möglich und denkbar ist die Namensgebung aus einer Funktion: Versorgung->Koch->Löffel.
Hierauf deutet auch die räumliche Verteilung hin - von Wien (Belagerung durch das Osmanische
Heer), dann nach Schlesien - und von hieraus die räumliche Trennung und Verteilung
in Deutschland im Zuge der Vertreibungen (2. Weltkrieg).